WHAM!
SYFkite

Steal Your Face oder Stealy, eines der vielen Logos der Grateful Dead
Drachen konstruiert von Peter Spatenka, Berlin

THE GRATEFUL DEAD

Eine amerikanische Legende

Die Grateful Dead bestanden aus:
Jerry Garcia
- Gitarre
Bob Weir - Gitarre
Phil Lesh - Bass
Mickey Hart - Schlagzeug, Percussion
Bill Kreutzmann - Schlagzeug

Keyboarder hatten die Grateful Dead mehrere:
1965-1972 Ron McKernan (Pigpen)
1968-1970 Tom Constanten
1971-1979 Keith Goddchaux
1979-1990 Brent Mydland
1990-1995 Vince Welnick (ex Tubes)
ausserdem spielte in den 90er Jahren oft Bruce Hornsby mit
Donna Goddchaux war von 1972-1979 Background Sängerin
Viele der Texte stammen von Robert Hunter

Mitte der 60er begann es in San Francisco zu brodeln. Die USA schickten erstsmals Truppen nach Vietnam, aber auch die Beat Musik aus England schwappte herüber, als sich dadurch in dieser liberalen Stadt eine Gegenkultur bildete. LSD war zu der Zeit noch legal und die Grateful Dead, die sich 1965 gründeten, traten bei den sogenannten Acid Tests (LSD Parties und Selbsterfahrungstrips) auf. Die Hippie-Bewegung entstand und gipfelte im Summer Of Love, der Ende 65 bis Anfang 67 stattfand. Tausende junge Menschen strömten nach San Francisco und die Grateful Dead spielten für sie auf, oft ohne Gage.

Langsam wurden die Dead dadurch immer bekannter und sie spielten auch bei grossen Festivals mit, so bei Watkins Glen mit 600.000 Zuschauern. Was viele nicht wissen, sie traten beim Woodstock Festival auf. Sie haben sich aber geweigert, auf dem Plattenalbum zu erscheinen, weil sie den Komerz erkannten, der dahinter stand. Beim tragischen Altamont Festival sollten sie ebenfalls spielen, haben es aber nach den üblen Vorfällen mit den Hells Angels nicht gemacht.

Damit war der Summer Of Love entgültig begraben. Die Grateful Dead aber exisiterten weiter und bekamen immer mehr Zulauf. Ihre Konzerte waren Happenings, die mehrere Stunden andauerten. Sie hatten keine vorbereitete Setliste, sondern spielten das, nach dem ihnen (oder dem Publikum) zu Mute war. Manche Songs wurden durch Improvisationen auf über eine halbe Stunde ausgedehnt. Über 140 Shows machten sie pro Jahr zu der Zeit. Daneben hatten die einzelnen Bandmitglieder eigene Soloprojekte (vielleicht ein Grund, wieso die Band nie an Trennung dachte). 1978 war einer der Höhepunkte für die Grateful Dead: sie spielten drei Tage vor den Cheops Pyramiden in Gizeh.

Längst hatten die Dead neue Generationen angezogen. Es bildete sich der Kult, der bis heute anhält. Sie spielten psychedelische Musik, welche das Publikum oft in Trance verfallen lies. Viele sogenannten Tourheads zogen von Show zu Show mit. Oft verdienten sie sich ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf von bunten Tie-Dyes (eine Art Batik) Kleidern, Schmuck und vieles mehr vor und nach den Konzerten. Spinners drehten sich in Extase im Kreise, während die Wharf Rats Drogen ablehnten. In den 90ern gab es sogar reservierte Zonen für taube Deafheads, die den Sound über Resonanzen wahrnahmen und sich ansonsten an der bunten Szene erfreuten, die Vibes bei den Shows konnte jeder spüren. Die vielen Tapers, die die Konzerte mit Cassettenrecordern und mit DAT Recordern mitschnitten, hatten eine eigene Sektion hinter dem Mischpult.

Viele bekannte Musiker jammten mit den Dead als Gäste mit, hier nur eine kleine Auswahl:
The Allman Brothers Band, Joan Baez, The Band, Beach Boys, John Cippolina, Clarence Clemons, Billy Cobham, David Crosby, Spencer Davies, Bob Dylan, Peter Green, Janis Joplin, Jorma Kaukonen, Branford Marsalis, Steve Miller, Bonnie Raitt, Carlos Santana, Grace Slick, Mick Taylor, Pete Townsend, Suzanne Vega, Steve Winwood, Neil Young.

Jerry Garcia

Jerry Garcia

In den 90ern darf nicht verhehlt werden, dass durch die riesige Popularität der Dead es zu Problemen kam. So wurden Konzertgelände gestürmt und es gab Drogenprobleme. 1995 war alles mit dem Tod von Frontman Jerry Garcia vorbei. Was blieb, waren die Heads auf der Suche nach neuen musikalischen Quellen. Es gibt seit Sommer 2002 eine Nachfolgeband: die vier übriggebliebenden Musiker von der Urbesetzung feiern riesige Erfolge in den Staaten als The Dead. Viele Deadheads sind von dieser Band begeistert. Bassist Phil Lesh spielt von Zeit zu Zeit mit wechselnden Musikern als Phil Lesh & Friends auf, während Bob Weir seine Band mit dem Namen Ratdog hat. Jede dieser Bands hat ihre Anhänger, aber viele andere Deadheads hören nun auch Musik von Jambands und Dead-related Bands, die ähnliche psychedelische Erfahrungen bieten. Ein Deadhead zu sein, ist mehr als ein Fan zu sein, es ist eine Lebensphilosophie.

Neben den Dead und den Jambands bleiben den Deadheads die auf Tapes und CDs konservierte Musik von über 2000 Grateful Dead Shows und über 1000 Jerry Garcia Band Shows. Und die bandeigene Grateful Dead Merchandising Gesellschaft bringt ständig neue CDs wie die Dick´s Picks Serie raus und von den Konzerten von The Dead soll jede Show veröffentlicht werden. In vielen Städten der USA, aber auch in Europa und Japan, finden Deadhead Parties statt, bei denen oft Dead-Cover Bands auftreten. Wir Heads sagen dazu nach Zitaten aus Dead Songs:
The wheel is turning and you can't slow it down    oder:    We will survive!

60erDead

Grateful Dead in den 60ern

Jerlicense